Stephan Hann, Fly Me to the Moon, Tetra Pak, 2012. Foto: Maik Kern

Stephan Hann, Fly Me to the Moon, Tetra Pak, 2012. Foto: Maik Kern

Immer mehr? Immer schneller? Immer neu? Der Berliner Künstler Stephan Hann schneidert seine atemberaubende Couture aus Materialien, denen wir keine Beachtung schenken: so verwandelt er Champagnerkorken, Telefonbuchseiten, Werbeplakate oder Videobänder in Kombination mit edler Seide, Spitze oder Swarovski-Kristallen in Kunst-Kleider, die viel mehr sind als ein Statement. Hann sieht sich als Bewahrer von alltäglichen Kulturgütern, deren materielle Ästhetik er nutzt, um das allzu Vergängliche auch in der Mode in künstlerische Dauer zu überführen. Die großen Roben spielen zudem mit ikonischen Schnitten und Formen, die den Betrachter über das Diktat des immer Neuen in der Mode nachdenken lassen.

Die Sonderausstellung ist vom 25.5.-6.10.2019 im LWL Industriemuseum, TextilWerk Bocholt, Industriestraße 5 zu sehen.