Skip to Content

Fotos LernWerk Sanierung März 2022 und Abriss Hallen nördliches kubaai-Gelände

Stadt und Investor unterzeichnen zweite Stufe des Städtebaulichen Vertrags zur Realisierung von rd. 450 Wohnungen an der Bocholter Aa

Bocholt (PID) – Das geplante Wohnquartier Kubaai-Nord schreitet weiter voran: Zwischen der Stadt Bocholt und dem Investor, dem regionalen Wohnungsunternehmen Wohnbau Westmünsterland, wurde jetzt in zweiter Stufe ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet, der letzte Feinheiten regelt und Voraussetzung ist für eine Baugenehmigung.

Wo früher alte Lagerhallen standen und an längst vergangene Tage industrieller Produktion erinnern, sollen in Zukunft Familien, Singles, Senioren und Studenten attraktiven Wohnraum finden. Rund 450 Mietwohnungen will die genossenschaftliche geprägte Unternehmensgruppe mit Sitz in Borken auf der rund 42.000 qm großen Fläche errichten, mindestens 20 Prozent davon gefördert über den öffentlichen Wohnungsbau.

Die Spundwände am Fluss verschwinden, eine naturnahe Uferpromenade entlang der Bocholter Aa soll zum Verweilen und Flanieren einladen. Westlich des neuen Quartiers soll ein breiter, moderner Radschnellweg verlaufen, der eine schnelle, klimafreundliche Anbindung zur Bocholter Innenstadt ermöglicht. Informationen und grafische Ansichten unter https://www.wohnbau-wml.de/projekte-der-planung/wohnbau-entwickelt-kubaai-nordareal .

An der Vertragsunterzeichnung nahmen seitens der Stadt Bocholt Bürgermeister Thomas Kerkhoff sowie Stadtbaurat Daniel Zöhler und Stefan Uebbing, Leiter der Bauordnung, teil, seitens der Wohnbau Westmünsterland die Geschäftsleiter Uwe Schramm und Dr. Stefan Jägering.

Stadtbaurat Daniel Kubaai (vorne rechts) unterzeichnet zusammen mit Uwe Schramm von der Wohnbau Westmünsterland den Städtebaulichen Vertrag für die Realisierung des neuen Wohnquartiers im Kubaai-Nordareal. Bürgermeister Thomas Kerkhoff (hinten rechts) und Dr. Stefan Jägering (Wohnbau Westmünsterland) freuen sich, dass es zügig vorangeht.
Stadtbaurat Daniel Kubaai (vorne rechts) unterzeichnet zusammen mit Uwe Schramm von der Wohnbau Westmünsterland den Städtebaulichen Vertrag für die Realisierung des neuen Wohnquartiers im Kubaai-Nordareal. Bürgermeister Thomas Kerkhoff (hinten rechts) und Dr. Stefan Jägering (Wohnbau Westmünsterland) freuen sich, dass es zügig vorangeht.

Stimmen zur Vertragsunterzeichnung

Thomas Kerkhoff, Bocholter Bürgermeister: „Ich freue mich, dass das Projekt weiter Fahrt aufnimmt. Die Entwicklung des Kubaai-Nordareals durch die Wohnbau Westmünsterland ist aus Sicht der Stadt Bocholt sehr zu begrüßen. Wir brauchen in der Stadt attraktiven bezahlbaren Wohnraum – in diesem Fall in bester Lage in Nähe der Aa. Das wird auch städtebaulich ein Gewinn.“

Stadtbaurat Daniel Zöhler: „Ich freue mich, dass dieses spannende städtebauliche Projekt so zügig voranschreitet. Durch die fortgeschrittenen Abrissarbeiten sieht man schon jetzt die unglaublichen Potenziale der Zukunft dieser Fläche. Besonders freut es mich, dass wir den gemeinsam gesteckten ambitionierten Zeitplan bisher voll umsetzen konnten. Das ist nicht selbstverständlich. Durch den sehr guten Baufortschritt im Lernwerk auf der südlichen Aa-Seite wird immer deutlicher, wie viel Qualität hier geschaffen wird.“

Uwe Schramm, Vorsitzender und Geschäftsführer Ressort Betriebswirtschaft der WohnBau Westmünsterland: „Mit der Unterzeichnung der zweiten Stufe des städtebaulichen Vertrages und den laufenden Abrissarbeiten ist festzuhalten, dass alle Beteiligten ausgesprochen konzentriert auf den Baustart hinarbeiten.“

Dr. Stefan Jägering, Geschäftsführer Ressort Technik Wohnbau Westmünsterland: „Planerisch sind wir bereits in der Erarbeitung der Genehmigungsplanung für den ersten Bauabschnitt, um Anfang des zweiten Quartals 2022 die Baugenehmigung zu beantragen. Nichts an dem Prozess hätte schneller laufen können.“

Künstlerinnen und Künstler der Bocholter Künstlergemeinschaft „freie Kultur Kommune (fKK) präsentieren vor der Baustelle des Lernwerks aktuelle Kunstwerke aus dem Projekt „TWO IN ONE“ – SOCIAL DISTANCING

Die Eröffnung des Lernwerks wirft die ersten künstlerische Schatten voraus! Verschiedene Künstlerinnen und Künstler der Bocholter Künstlergemeinschaft „freie Kultur Kommune“ (fKK) präsentieren vor der Baustelle des Lernwerks aktuelle Kunstwerke aus dem Projekt „TWO IN ONE“ – SOCIAL DISTANCING.

Insgesamt 24 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und den Niederlanden waren am Schaffen der insgesamt zwölf Werke beteiligt, die unterschiedlicher nicht sein können, da das Motiv und das Medium frei wählbar gewesen sind. Ob mit Acryl oder Öl, Aquarell-Malerei, Fotografien oder aus Holz und Metall: So divers die Ausdrucksmöglichkeiten waren, so unterschiedlich sind die Kunstwerke ausgefallen.

FKK Lernwerk
Die Mitglieder der freie Kultur Kommune präsentieren vor der Baustelle des Lernwerks aktuelle Kunstwerke aus dem Projekt „TWO IN ONE“ – SOCIAL DISTANCING.

Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass jeweils zwei Künstlerinnen und Künstler aus der freien Kultur Kommune ein Kunstwerk bearbeitet und geschaffen haben. Getreu dem in der Corona-Pandemie häufig notwendigen Grundsatz des „Social-Distancing“ arbeiteten die Künstlerinnen und Künstler immer getrennt und nie gemeinsam an dem jeweiligen Kunstwerk. Die jeweiligen Paare wurden zufällig im Vorhinein ausgelost, so dass keine Absprachen bei der Gestaltung möglich waren.

Nach dem erstmaligen Präsentieren der Kunstwerke am Lernwerk werden diese im Anschluss in die aktuellen Ausstellungsräume am St.-Georg-Platz 12 transportiert.

Im kommenden Jahr 2022 Einzug in das Lernwerk

Die freie Kultur Kommune (fKK) wird im kommenden Jahr Raum im Kultur- und Bildungsquartier „LERNWERK“ – ehemals Herding-Gebäude – zwischen Bocholter Aa und Industriestraße erhalten. Zurzeit befindet sich das Gebäude im Umbau.

Die freie Kultur Kommune wird dort als Betreiberin eines neuen Kulturortes namens „KUKUQ“ (KUBAAIKULTURQUARTIER) für reges Kunst- und Kulturtreiben in Form von Ausstellungen und Events sorgen. Nicht ausschließlich Mal- und Skulpturenkunst werden dort präsentiert werden, sondern auch interaktive Projekte sowie eine große Vielfalt an Events in Bereichen wie zum Beispiel Poesie, Nostalgie, Musik, Film, Textilien im Innen- und Außenbereich sind in Planung.

105 Fotos von der Baustelle LernWerk, der versunkenen Brücke und der sanierten Eisenbahnbrücke

Kultur pur vom 1. bis 5. September 2021

Kulturtage 2021 Plakat

In der ersten Septemberwoche finden im Innenhof des Textilwerkes (Industriestraße 5, hinter dem Gebäude zur Bocholter Aa raus) die Bocholter Kulturtage statt. Vom 1. bis 5. September 2021 präsentiert der Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Bocholt ein vielfältiges kulturelles Programm. Die Veranstaltungen an den jeweiligen Tagen sind kostenfrei – Interessierte jeden Alters sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen.

Für die Veranstaltungen gilt die aktuelle Corona Schutzverordnung. Beim Einlass ist ein Nachweis über getestet, geimpft oder genesen vorzuzeigen.

Aufgrund der 3G-Kontrollen am Eingang wird der Einlass einige Zeit in Anspruch nehmen, weshalb dieser bereits zwei Stunden vor den jeweiligen Veranstaltungen beginnt. Auf Verlangen des Einlasspersonals ist neben den 3G-Nachweisen ein Lichtbildausweis oder bei Schülern ein Schülerausweis vorzuzeigen. Kinder bis zum Schuleintritt werden immunisierten oder getesteten Personen gleichgestellt und müssen daher keinen Nachweis mit sich führen.

Tag 1: Sommertheater mit dem Filmklassiker „Exit Casablanca

Zur Eröffnung der Bocholter Kulturtage spielt das NN Theater Köln am Mittwoch, den 1. September 2021 um 20 Uhr den Filmklassiker „Exit Casablanca“. Die Darsteller improvisieren-inszenieren durch verschiedene Höhen und Tiefen die berauschende Liebesgeschichte. Kostüme und Rollen werden in rasender Geschwindigkeit sichtbar für das Publikum gewechselt.

Knapp 80 Jahre nach Veröffentlichung der Kinoversion sind die Themen Flucht, Liebe und das klassische Agentendrama immer noch von hoher Bedeutung.

Kommen Sie mit auf die Reise des überraschenden Schauspiel.

Foto: Rene Achenbach

Tag 2: „WOW!“ Effekt mit der Tanzgruppe „Tridiculous am Donnerstag, den 2. September 2021 um 19 Uhr

Akrobatik… lustig… charmant… pure Kraft… Dynamik…

All das sind Eigenschaften, die die drei Künstler aus Berlin beschreiben. Mit Ihrem Auftritt werden die drei auch ganz sicher bei Ihnen den „Wow!“ Effekt auslösen.

Foto: Rostyslav Hubaydulin, Berlin

Tag 3: BOHJazz Abend

Die 26. Auflage der Jazzreihe „Boh Jazz“ ist dieses Jahr am Freitag, den 3. September um 20 Uhr Teil des Programms der Bocholter Kulturtage. Der Jazzgitarrist Christian Hassenstein wird gemeinsam mit Eric Richards am Bass und Sebastian Bauer an den Drums spielen. Als Gastsängerin wird Sanna van Vliet (Änderung!) auftreten.

Sanna van Vliet; Foto Illah

Tag 4: OpenAir Geburtstagsparty der „Alten Molkerei

Die Geburtstagsparty der „Alten Molkerei“ startet am Samstag, den 4. September 2021 ab 15 Uhr mit einem Kinderkonzert mit Corinna Bilke. Das Konzert soll mit Hilfe der pop-jazzigen Musik für Groß und Klein ein unvergesslicher Nachmittag werden.

Corina Bilke; Foto Alte Molkerei, Charly

Weiter geht es dann um 18 Uhr mit der Band „ZYDECO ANNIE + SWAMP CATS„. Die Band ist in Deutschland das Aushängeschild für die Cajun- und Zydecomusic aus Louisiana (USA). Mit Hilfe musikalischer Kultur, zahlreichen Erfahrungen, eigenen Songs und farbenfrohe Lebenslust wird auch der Nachmittag nicht so schnell bei Ihnen in Vergessenheit geraten können.

Annie Zydeco; Foto: Christoph Mittermüller

Am Abend wird die professionelle Funkband Band „The Jig“ spielen. Mit ihrer vielseitigen Musik hat die Band bereits auf mehreren großen Bühnen gespielt.

The Jig

Tag 5: Abschluss mit Orchestern der Musikschule

Den Abschluss der Kulturtage wird in diesem Jahr am Sonntag, den 5. September 2021 ab 13 Uhr die Musikschule Bocholt-Isselburg mit zwei Orchestern machen.

Nach einer langen Konzertpause wird das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Gabriele Nußberger und die (G)oldfingers unter der Leitung von Bodo Biermann im Innenhof des Textilwerkes spielen.

Beide Ensembles bieten ein vielseitig und vielversprechendes Programm an.

Durch Kubaai kann jetzt auf der versunkenen Brücke bis zur Innenstadt geradelt werden.

Durch Kubaai kann jetzt bis zur Innenstadt geradelt werden. Die Barriere am Ring gehört der Vergangenheit an. Probiert es aus und schaut euch die vielen Baufortschritte rund ums Lernwerk an.

Video mit Stadtbaurat Daniel Zöhler.

https://fb.watch/78Kqru8VKc/

Neue Verhandlungspartnerin für die städtischen Baufelder „3w Immobilien“ aus Wiesbaden überzeugt kubaai-Lenkungsausschuss

Bocholt (PID). Die Stadt Bocholt hat eine neue Verhandlungspartnerin bei der Vermarktung der städtischen Baufelder auf dem ehemaligen Ibena-Grundstück an der Industriestraße 7 gefunden. Die Lenkungsgruppe „Kubaai“ hat sich jetzt dafür ausgesprochen, einen konkreten Grundstückskaufvertrag mit der Projektentwicklungsgesellschaft „3w Immobilien“ aus Wiesbaden abzustimmen.

Dieser Entscheidung waren zwei Lenkungsgruppensitzungen vorausgegangen, in denen aus einem breiten Feld von qualifizierten Angeboten und Interessenbekundungen am Ende das beste Angebot herausgefiltert wurde.

Entscheidende Kriterien waren dabei die städtebauliche Qualität und die Anpassung an den vorhandenen Bebauungsplan, der geplante Zeitraum für die Umsetzung des Wohnungsbaus und der zu erzielende Kaufpreis.

„3w Immobilien“ hatte sich schon im Jahr 2018 mit einem anderen städtebaulichen Entwurf um das Grundstück bemüht. Damals wurde der Entwurf der „List Gruppe“ aus Nordhorn von der Stadt favorisiert. Am Ende scheiterte die „List-Gruppe“ aber an der Projektentwicklung.

Stadtbaurat Daniel Zöhler freut sich auf die weiteren Planungsschritte: „Mit dem neuen Konzept von „3w Immobilien“ können wir die geforderte städtebauliche Qualität im Kubaai auf den Weg bringen.“

In den nächsten Monaten soll der städtische Treuhänder Stadtquartiere Bocholt GmbH (SQB) zusammen mit der Stadtverwaltung und „3w Immobilien“ den Kaufvertrag ausarbeiten und dem Stadtrat zur endgültigen Entscheidung vorlegen. Bürgermeister Thomas Kerkhoff: „Am Ende entscheidet natürlich der Rat der Stadt Bocholt über den Grundstücksverkauf. Wir werden bis dahin mit „3w Immobilien“ die wichtigsten vertraglichen Eckpunkte bindend vereinbaren.“

Webcams kubaai Baustelle

OPEN SPACES 800 – IDEENFORUM

Einmal um die halbe Welt … – Das Ideenforum für OPEN SPACES 800 startete am 27. Mai 2021 mit 15 Künstlerinnen und Künstlern aus Großbritannien bis hin nach China sowie mehr als 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger. Das gemeinsame Kennenlernen untereinander und ein erster Ideenaustausch standen im Vordergrund. Das internationale Kunstprojekt bildet den Startschuss für das 800-jährige Jubiläum der Stadt Bocholt im Jahr 2022. Die beiden Moderatorinnen Verena Winter (Kuratorin von OPEN SPACES 800) und Jule Wanders (Leiterin des Fachbereichs Kultur und Bildung der Stadt Bocholt) sind genauso wie wir gespannt auf die Kunstwerke, die die Künstlerinnen und Künstler bei OPEN SPACES 800 vom 17.-27. September 2021 hier in Bocholt öffentlich gestalten werden.

Ankündigungsartikel:

Das internationale Kunstprojekt OPEN SPACES 800 startet am Donnerstag, 27. Mai 2021 von 18:00 bis 19:00 Uhr mit einem öffentlichen Ideenforum. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu einem lebendigen Austausch mit den von der Jury ausgewählten 15 internationalen Künstlerinnen und Künstler eingeladen.
Für das Online-Event ist eine Registrierung nicht erforderlich. Teilnehmen kann man mit PC, Tablet oder Smartphone über den Zugangslink: https://bit.ly/3mQ6sti
Das Ideenforum ist ein digitales „Kennenlernen-Treffen“ und inspirativer „Vor-Workshop“, das als Videokonferenz bzw. via Streaming Media im Europahaus Bocholt Corona sicher durchgeführt wird.
5 Kunstschaffende kommen aus Bocholt und Umgebung, 5 aus den befreundeten und Partnerstädten und 5 aus verschiedenen Ländern der Welt, so z. B. aus Dänemark 🇩🇰 , der Ukraine 🇺🇦 und Indien 🇮🇳
Außerdem arbeiten die Künstlerinnen und Künstler in unterschiedlichen Kunstrichtungen. Nähere Informationen zu den Kunstschaffenden und ihren Projektideen sind zu finden auf
www.openspaces800.de

Fragen rund um den Kultur- und Heimat-Ort Bocholt
Das internationale Kunstprojekt OPEN SPACES 800 findet vom 17. bis 27. September 2021 im Kunsthaus, Stadtmuseum Bocholt, in der Spinnerei und auf dem offenen KUBAAI-Gelände statt. Ein wesentlicher Aspekt beim Konzept OPEN SPACES 800 ist die Interaktion der Künstlerinnen und Künstler untereinander und mit der Bevölkerung.
Das jetzige Ideenforum bildet deshalb den Startschuss für den Kontakt zwischen den Kunstschaffenden und der Zivilgesellschaft. Dabei geht es u.a. um Fragen wie:
Was können Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler an Vorschlägen und Fragen einbringen, von welchen sich die 15 Künstlerinnen und Künstlern inspirieren lassen können?
Und: welche Fragen haben Kunstschaffende an das Publikum?

Ablauf des Ideenforums
Am 27. Mai 2021 geht es um 18.00 Uhr mit dem öffentlichen Teil der Veranstaltung los. Das Programm beginnt mit einem Kurzfilm, der alle 15 Künstlerinnen und Künstler via Selfie-Videos vorstellt.
Jule Wanders, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Bildung der Stadt Bocholt, wird als Moderatorin durch das „Ideenforum“ führen – und hoffentlich viele schöne Ideen aus der Kooperation der Bevölkerung mit den Kunstschaffenden sammeln können.
Auch die Kuratorin, Verena Winter, ist anwesend und wird gerne Fragen beantworten.

Teilnehmende, die gerne live mitdiskutieren möchten, melden sich bitte bei der Stadt Bocholt, Henrike de Vries, bis zum 24. Mai 2021 per E-Mail an: henrike.devries@mail.bocholt.de. Voraussetzung für die Präsenz-Teilnahme am 27. Mai 2021 ist der Nachweis eines tagesaktuellen negativen Coronatests, der Genesung oder der vollständigen Impfung.

Veranstalter und Unterstützer von OPEN SPACES 800
Das internationale Kunstprojekt wird von Verena Winter kuratiert. Veranstalter von OPEN SPACES 800 ist der Fachbereich Kultur und Bildung die Stadt Bocholt in Kooperation mit dem LWL-TextilWerk, Euregio-Kunstkreis im Kunsthaus Bocholt, Europe Direct Informationszentrum Bocholt, der Stadtsparkasse Bocholt und der deutsch-niederländischen Gruppe „Grenzhoppers“. OPEN SPACES 800 wird vom Land Nordrhein-Westfalen aus dem Programm „Heimat-Werkstatt“ finanziell gefördert.

Kubaai-Spielplatz ab sofort geöffnet

(PID) Quartiersspielplatz mit einzigartigem Gesicht // Bänke kommen in den nächsten Wochen // Spielgeräte mit Bezug zur Textilindustrie // Nachdem im letzten November nach knapp einem halben Jahr Bauzeit ein Großteil der Arbeiten des Kubaai-Spielplatzes bereits fertiggestellt waren, konnten jetzt die restlichen Arbeiten erledigt werden.

Der Spielplatz ist ab sofort öffentlich zugänglich.
„Es ist super geworden“, brachte es Stadtbaurat Daniel Zöhler auf den Punkt.

Die Hauptarbeiten waren bereits im November abgeschlossen. „Manche Spielgeräte mussten noch über Winter warten, bis das Wetter jetzt die Oberflächenbeschichtungen mit speziellen Kunststoffen zuließ. Auch der eingesäte Rasen sollte eine Chance bekommen, im Frühjahr erste Wurzeln auszutreiben“, erklärt Claus Wiemker, Bauleiter der Stadt Bocholt, den jetzt gewählten Eröffnungstermin. Die restlichen Arbeiten konnten im Mai erledigt werden. Einer Nutzung der Spielgeräte durch Kinder und Jugendliche steht nun nichts mehr im Wege.

Viel Bezug zur Textilindustrie
Dank der vielen Beteiligten, die dieses Kooperationsprojekt unterstützt haben, konnten vielfältige Spielgeräte beschafft werden. So finanzierte der städtische Fachbereich Jugend, Familie und Sport die Grundausstattung des Spielplatzes. Das Land NRW förderte 60 % dieser Kosten über die Städtebauförderung. Das Textilmuseum und dessen Förderverein stellten zusätzliche Spielgeräte mit Bezug zur Textilindustrie an dieser Stelle auf. Und nicht zuletzt versetzte die benachbarte Overbergschule des Kreises Borken ihre Grundstückszäune und das Bienenhaus, um den spielenden Kindern mehr Freifläche zu bieten.“ Den Bezug zur Textilindustrie haben wir bewusst gewählt und er ist auf den ersten Blick zu erkennen“, sagte Martin Gasse vom gleichnamigen Planungsbüro. Ein Schiffchen als Wippe, Spulen und Spindeln, die Helix im Klettergerüst und das fertige Produkt, die textile Bahn, findet sich als Lauffläche mit Wellen wieder. „Der Quartiersspielplatz hier hat ein einzigartiges Gesicht bekommen“, so Gasse weiter.

Holunder, Weiden und Hasel
Auch der Grünbereich wurden nicht vergessen. „Wir haben Holunder, Weiden, Hasel und Ribis gepflanzt, allesamt robuste, spielplatztaugliche Pflanzen“, betonte Wiemker. Ergänzt wird der Spielplatz noch durch fünf Bänke, die in den nächsten Wochen aufgestellt werden.

Insgesamt wurden Baukosten in Höhe von rund 400.000 Euro investiert.

SOUNDSEEING – Das münsterlandweite Klangkunstfestival in Bocholt

Frauke Eckhardt präsentiert Klanginstallationen „global drifting“ und „lost waves“

Bocholt (PID) – Das münsterlandweite Klangkunstfestival SOUNDSEEING findet mit Installationen, Konzerten, Performances und Workshops an 13 Orten von März bis September 2021 statt. Mit ihren ortsbezogenen Klanginstallationen belebt die Künstlerin Frauke Eckhardt von Samstag, 1. Mai 2021, bis Sonntag, 20. Juni 2021, das Außengelände des Kubaai-Gebiet und die Weberei des LWL-Industriemuseums TextilWerk in Bocholt.

Die Ausstellung in der Weberei ist bis zum 30. Juni 2021 unter den aktuellen Bedingungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr für den Besuch nach Anmeldung geöffnet. Aktuelle Informationen gibt es unter www.textilwerk-bocholt.lwl.org. Die Ausstellung im Kubaai-Gebiet ist ohne Anmeldung jederzeit frei zugänglich.

Container an der Aa

Mit drei Containern bespielt die Arbeit „global drifting“ das Kubaai-Gebiet entlang des Verlaufs der Aa. Die lose aufgereihten Container wecken Assoziationen von Schwemmgut und sind erst auf den zweiten Blick als künstlerische Intervention erkennbar. Lösen Passantinnen oder Passanten die an den Containern installierten Sensoren aus, geben sie die mitgebrachten, inneren Klänge über die jeweiligen Außenwände preis.

Die Künstlerin Frauke Eckhardt bei der Installation „global drifting“ in ihrem Klangcontainer für SOUNDSEEING auf dem kubaai-Gelände (Foto: Petra Taubach).
Die Künstlerin Frauke Eckhardt bei der Installation „global drifting“ in ihrem Klangcontainer für SOUNDSEEING auf dem kubaai-Gelände (Foto: Petra Taubach).

Klanglandschaften an Orten der Textilproduktion

Die Klänge basieren auf Soundscapes, also den Klanglandschaften verschiedener Orte der globalen Textilproduktion. Frauke Eckhardt erklärt ihre Entstehung: „Aus den diversen Bereichen der Produktion und Anwendung werden akustische Atmosphären generiert, ebenso aus unwirtlichen Orten, die erst der Mensch mit der Entwicklung textiler Schutzschichten erschlossen hat.“ Die Künstlerin verdichtet all diese Klänge in global drifting und transponiert sie in den urbanen Raum. Es entsteht ein akustisches Gewebe von Raum und Zeit.

Klänge lassen Arbeitsalltag lebendig werden

Die interaktive Klanginstallation „lost waves“ in der Weberei erinnert an die besondere Geschichte der Weber. Nicht wenige von ihnen erlitten im Verlauf ihres Berufslebens eine ausgeprägte Schwerhörigkeit und damit zunehmende Isolation. In der Weberei des Textilmuseums werden den Besucherinnen und Besuchern regelmäßig die alten Webmaschinen in Funktion vorgeführt. Mit ihren ohrenbetäubenden Klängen füllen sie den Saal und lassen den akustischen Arbeitsalltag der Weber lebendig werden.

Websaal und Klangflächen

Die acht-kanalige Komposition von lost waves bespielt den hölzernen Dachstuhl des Webereisaals mit leisen hohen Klängen. „Die Installation bezieht sich auf die stillen Phasen zwischen den tosenden Präsentationen der alten Maschinen“, beschreibt Frauke Eckhardt ihre Gedanken zu lost waves. „Neben einzelnen Klangereignissen inszenieren klangliche Wanderungen, Verwebungen und vielschichtige Klangflächen ein Nachklingen durch das lichte Weiß des Dachstuhls.“ Mittels sensorbetriebener, verborgener Steuerung werden die Besucherinnen und Besucher Teil dieser Installation.

Standorte auf beiden Seiten der Aa

Für die Planung der Container-Standorte kam die international bekannte Künstlerin Frauke Eckhardt nach Bocholt. Jule Wanders, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Bildung, und Oliver Brenn, Geschäftsbereichsleiter Kultur und Archiv, besprechen mit ihr gemeinsam die Standorte auf beiden Seiten der Aa. „Ich finde es großartig, dass die Künstlerin im Außenbereich unseres Kulturqartiers arbeitet. Sie macht so kubaai zum lebhaften Kulturquartier“, freut sich Wanders. Beide Klanginstallationen sind mit Distanzsensoren und Bewegungsmeldern ausgestattet und können somit auch unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln interaktiv ausgelöst werden.

Konzerte, Workshops und Ausstellungen bis Ende September

SOUNDSEEING lädt noch bis Ende September Klangbegeisterte auf viele spannende Konzerte, Workshops und Ausstellungen ein. Kurator des Festivals ist Prof. Stephan Froleyks (Musikhochschule Münster), Trägerin die Landesmusikakademie NRW, Partner sind das DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, cuba-cultur (Münster), Stadt Bocholt und LWL-Industriemuseum TextilWerk, Kunstverein Münsterland (Coesfeld), rock’n’popmuseum (Gronau), Kloster Bentlage (Rheine), Burg Vischering (Lüdinghausen), Kulturgut Haus Nottbeck (Oelde), Musikschule Ibbenbüren und Heimathaus Altenberge. Das münsterlandweite Klangkunstfestival Soundseeing wird ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, der Kunststiftung NRW, der LWL-Kulturstiftung und der Gelsenwasser Stiftung. Kultur und Medienpartner sind Kultur West und WDR3.