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LernWerk

Rohbauarbeiten im LernWerk im Zeitplan

Bocholt (PID) – Ein großer, transparenter Kubus ragt in das alte Gemäuer der ehemaligen Textilfabrik Herding: So wird es künftig aussehen, das neue Haus für Kultur und Bildung mit dem Namen „Lernwerk“ an der Industriestraße 1. Dort sollen städtische Einrichtungen wie Volkshochschule, Musikschule, Stadtarchiv einziehen. Gleichzeitig soll dort die freie Kultur- und Künstlerszene eine Plattform bekommen.

Straßenansicht LernWerk Bocholt
Innenansicht Foyer LernWerk Bocholt

Basis des „Lernwerk“ ist ein altes Industriegebäude, das für die neuen Funktionen umgebaut wird. „Die Herausforderung besteht darin, Altes und Neues zusammenzubringen und dafür die richtige architektonische Sprache zu finden. Es gilt, im „Lernwerk“ die Vielfalt der Nutzungen und Funktionen darzustellen und gleichzeitig ein offenes, einladendes Haus für die Öffentlichkeit zu konzipieren“, so Prof. Dr. Franz Pesch.

„Aufbruch-Stimmung im wahrsten Wortsinn“

Mit 13:2 Stimmen fiel die Wahl seinerzeit klar auf den Entwurf des Büros „Architektur Contor Müller Schlüter“ aus Wuppertal. „Der Entwurf stellt Aufbruch-Stimmung im wahrsten Wort dar, weil ein neues Gebäude in ein altes hineinragt und es aufbricht. Dadurch wird die Transformation, die das gesamte Areal durchläuft, architektonisch versinnbildlicht“, sagte Bocholts Stadtbaurat Ulrich Paßlick (1992-2016).

Die Stadt Bocholt entwickelt im Rahmen des Gesamtprojektes KuBAal das LernWerk als Zentrum für Begegnungen, Bildung und Kultur in den Räumen des ehemaligen Generalgebäudes der Firma Herding. Durch ein offenes Haus mit gemeinsam genutzten Flächen soll die Kommunikation vieler Akteure angeregt und gefördert werden, der industriekulturelle Hintergrund des Gebäudes soll dabei zusätzlich inspirierend wirken – die Großzügigkeit und Einzigartigkeit des historischen Gebäudes soll weiter verfügbar bleiben.

Mit einem gezielten, sich aus den Anforderungen des Raumprogramms ergebenen Einschnitt in die historische Bausubstanz werden die notwendigen großflächigen Funktionseinheiten und die Erschließung des Gebäudes hergestellt. In den Einschnitt wird ein „Studio-Kubus“ gesetzt, der mit einer textilbespannten Hülle über dem Haupteingang schwebt und in Kontrast zum massiven Ziegelbau steht. Als neues Element nimmt der Kubus dabei auch Bezug auf die ehemalige Nutzung des Gebäudes als Spinnerei: Die Fassadenbespannung zeigt, was heute mit modernen Textilien möglich ist. Als Raumtragwerk in Stahlverbundkonstruktion, somit mit stützenfreien Ebenen, beinhaltet der Kubus die notwendigen großflächigen Nutzungen, welche im engen Bestandsstützenraster nicht realisiert werden können, die als gestaltprägendes Element im Inneren weitgehend erhalten bleiben.

An- und Umbauten wurden – mit Ausnahme des zweigeschossigen Anbaus auf der Nordostecke – rückgebaut, so dass der Solitär wieder freisteht. Die historische Westfassade des Herding-Gebäudes bildet die markante Eingangs-Silhouette zur Innenstadt.

Auf den anderen Gebäudeseiten verbleibt nach Abbruch der angebauten Hallen eine heterogene Ansicht, die die Bauwerks-Geschichte durch verbliebene Putzflächen, Öffnungen und Abdrücke auf der Fassade „erzählt“ und sichtbar macht. Diese Zeitzeugen sollen durch homogene Putzflächen aufgewertet und zusammengefasst werden und so auf der Fassade nach wie vor erlebbar sein. Alte, derzeit verschlossene Öffnungen werden soweit es die neue Nutzung zulässt bzw. erfordert wieder geöffnet und genutzt.

Bei den Bauarbeiten bleibt nur die Grundsubstanz des Gebäudes erhalten. Das Gebäudeinnere wird vollständig neu ausgebaut, wobei die Belange der neuen Nutzung als Begegnungsstätte verschiedener Bildungs- und Kulturbereiche, auch in Hinblick auf die nutzungsspezifischen Anforderungen des Wärmeschutzes, Schallschutzes und Brandschutzes Berücksichtigung finden.

92 Fotos Baustellen LernWerk und versunkene Brücke sowie des Kubaai Freigeländes mit Podiumsbrücke und Kubaai-Spielplatz von Februar 2021

15 Künstlerinnen und Künstler machen bei OPEN SPACES 800 mit

Internationale Beteiligung bei Kunstprojekt zum 800-jährigen Stadtjubiläum
Bocholt (EUBOH) – Eine fünfköpfige Fachjury wählte in zwei Online-Sitzungen insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler aus, die beim internationalen Kunstprojekt OPEN SPACES 800 mitmachen. Insgesamt waren 88 Bewerbungen aus aller Welt eingegangen. Die Jury war begeistert von der hohen Qualität und Vielfältigkeit der eingereichten Projektideen. Sie alle haben die Jury mit ihren Ideen zum Thema SPACE STADT BOCHOLT überzeugen können.

Fünf Kunstschaffende kommen aus Bocholt und Umgebung, fünf aus den befreundeten und Partnerstädten und fünf aus verschiedenen Ländern der Welt, so z. B. aus Dänemark, der Ukraine und Indien. Außerdem arbeiten die Künstlerinnen und Künstler in unterschiedlichen Kunstrichtungen. Einige arbeiten digital, andere mit Holz oder Farben. Die Ideen der Kunstschaffenden werden vom 17. bis 27. September 2021 im Kunsthaus, auf dem Kubaai-Gelände, beim LWL-TextilWerk Bocholt und weiteren Plätzen in der Innenstadt vom 17. bis zum 27. September 2021 verwirklicht.

Zusammenarbeit untereinander und mit Bevölkerung

Wichtig beim Konzept OPEN SPACES 800 ist die Interaktion der Künstlerinnen und Künstler untereinander und mit der Bevölkerung. Während sie ihre Werke live erschaffen, können die Besucherinnen und Besucher den Kulturschaffenden über die Schulter schauen und mit ihnen über das Projekt ins Gespräch kommen.

OPEN SPACES 800 – Ideenforum am 27. Mai 2021

Ein erster Kontakt mit allen ausgewählten Künstlerinnen und Künstler ist beim Ideen-Forum zu OPEN SPACES 800 online möglich. Am 27. Mai 2021 können sie sich kennen lernen und gegenseitig ihre Projekt-Ideen vorstellen. Im Anschluss sind Bürgerinnen und Bürger online eingeladen, gemeinsam mit den 15 Künstlerinnen und Künstlern an deren Ideen teilzuhaben, ergänzende Vorschläge zu machen und sich mit dem SPACE STADT BOCHOLT auseinanderzusetzen.

Die Mitmachaktion „MY SPACES 008“ im September ergänzt das internationale Kunstprojekt. Bei MY SPACES 008 sind insbesondere Schülerinnen und Schüler aufgefordert, ihre Ideen für den SPACE STADT auf 80 x 80 cm großen Platten zu verwirklichen. Insgesamt entsteht damit eine bunte Mischung von Gedanken und Ideen, die vorausgreifend das 800-jährige Stadtjubiläum Bocholt in den Mittelpunkt rücken.

Veranstalter und Unterstützer von OPEN SPACES 800

Das internationale Kunstprojekt wird von Verena Winter kuratiert. Veranstalter von OPEN SPACES 800 ist der Fachbereich Kultur und Bildung die Stadt Bocholt in Kooperation mit dem LWL-TextilWerk, Euregio-Kunstkreis im Kunsthaus Bocholt, Europe Direct Informationszentrum Bocholt, der Stadtsparkasse Bocholt und der deutsch-niederländischen Gruppe „Grenzhoppers“. OPEN SPACES 800 wird vom Land Nordrhein-Westfalen aus dem Programm „Heimat-Werkstatt“ finanziell gefördert.

Folgende Künstlerinnen und Künstler wurden von der Jury ausgewählt:

Bocholt + 1 Deutschland
Marco Büning – Malerei
Klaus Cordes – Bild/Text-Collage
Georg Paar – Holzskulptur
Anabell Weinen – Blindenschrift-Kunstwerk
Judith Nothnagel (Hamminkeln) – Fotografie

Partnerstädte und benachbartes Grenzgebiet Niederlande:
Gu Zhenzhen (Wuxi, China) – Malerei/Zeichnung
Kazimiers Salciuna – Litauen (Akmene) – Videokunst
Jill Randall in Kooperation mit Alan Birch (Rossendale) – Verschiedene Techniken
Eduard van Eeden (Belgisch Bocholt) – Druck & Keramik
Thea Zweerink (Varsseveld) – Malerei auf Textil

International
Vagaram Choudhary (Indien) – Textil-Installation
Vera DG (Ukraine) – Augmented Reality Art
Gleb Dusavitskiy (Dänemark) – Holzplastik
Anneke Savert (Niederlande) – 3D-Objektkunst
Wilhelmina Nellie van Ravenhorst (Niederlande) – Außenraum-Installation

Die Türen des TextilWerks Bocholt sind wieder offen!

Bocholt (lwl). Unsere Türen öffnen sich wieder! Aufgrund der neuen Corona-Regeln dürfen die Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab dieser Woche wieder öffnen. Ab sofort sind Besucherinnen und Besucher wieder herzlich zu den gewohnten Öffnungszeiten, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, in der Weberei des TextilWerks Bocholt willkommen! Voraussetzung dafür ist ein vorab gebuchter Termin.
Die Buchung von Terminen ist telefonisch unter 02871 21611-0 oder per Mailanfrage an textilwerk-weberei-shop@lwl.org möglich.

Die coronabedingten Einschränkungen, damit Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden können, sind weiterhin gültig. Unbedingt erforderlich für alle Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahren ist außerdem das Tragen einer medizinischen Maske. Alle wichtigen Infos finden Sie auf unserer Homepage www.textilwerk-bocholt.lwl.org.
Ab dem 19.3.2021 steht auch die Spinnerei des TextilWerks Bocholt wieder allen Neugierigen offen! Hier warten gleich zwei Sonderausstellungen auf die Museumsbesucherinnen und -besucher. „Mythos Neue Frau. Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ nimmt die Besucherinnen und Besucher erneut mit auf eine Zeitreise durch die Mode der ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Die neue Sonderausstellung „USE–LESS. Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung“ wirft einen Blick auf die Gegenwart und fragt nach den Produktionsbedingungen von Bekleidung und unserem Konsumverhalten.

Fotos Baustellen LernWerk und versunkene Brücke sowie des Kubaai Freigeländes mit Podiumsbrücke und Kubaai-Spielplatz

92 Fotos von Februar 2021

Weitere 92 Fotos von Februar 2021

Baubeginn Kulturort Herding

Die Stadt Bocholt entwickelt im Rahmen des Gesamtprojektes KuBAal das „Kulturort Herding“ als Zentrum für Begegnungen, Bildung und Kultur in den Räumen des ehemaligen Generalgebäudes der Firma Herding. Durch ein offenes Haus mit gemeinsam genutzten Flächen soll die Kommunikation vieler Akteure angeregt und gefördert werden, der industriekulturelle Hintergrund des Gebäudes soll dabei zusätzlich inspirierend wirken – die Großzügigkeit und Einzigartigkeit des historischen Gebäudes soll weiter verfügbar bleiben.

Mit einem gezielten, sich aus den Anforderungen des Raumprogramms ergebenen Einschnitt in die historische Bausubstanz werden die notwendigen großflächigen Funktionseinheiten und die Erschließung des Gebäudes hergestellt. In den Einschnitt wird ein „Studio-Kubus“ gesetzt, der mit einer textilbespannten Hülle über dem Haupteingang schwebt und in Kontrast zum massiven Ziegelbau steht. Als neues Element nimmt der Kubus dabei auch Bezug auf die ehemalige Nutzung des Gebäudes als Spinnerei: Die Fassadenbespannung zeigt, was heute mit modernen Textilien möglich ist. Als Raumtragwerk in Stahlverbundkonstruktion, somit mit stützenfreien Ebenen, beinhaltet der Kubus die notwendigen großflächigen Nutzungen, welche im engen Bestandsstützenraster nicht realisiert werden können, die als gestaltprägendes Element im Inneren weitgehend erhalten bleiben.

An- und Umbauten wurden – mit Ausnahme des zweigeschossigen Anbaus auf der Nordostecke – rückgebaut, so dass der Solitär wieder freisteht. Die historische Westfassade des Herding-Gebäudes bildet die markante Eingangs-Silhouette zur Innenstadt.

Auf den anderen Gebäudeseiten verbleibt nach Abbruch der angebauten Hallen eine heterogene Ansicht, die die Bauwerks-Geschichte durch verbliebene Putzflächen, Öffnungen und Abdrücke auf der Fassade „erzählt“ und sichtbar macht. Diese Zeitzeugen sollen durch homogene Putzflächen aufgewertet und zusammengefasst werden und so auf der Fassade nach wie vor erlebbar sein. Alte, derzeit verschlossene Öffnungen werden soweit es die neue Nutzung zulässt bzw. erfordert wieder geöffnet und genutzt.

Die Schadstoffsanierung wurde mittlerweile vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten ausgeführt. Nun starten im Gebäudeinneren die Abbrucharbeiten, die auf Grundlage statischer Belange Zug um Zug mit der Erstellung der Neubauteile ausgeführt werden. So wird in der ersten Phase der Rohbau fertiggestellt, gefolgt von den Dachabdichtungsarbeiten und der Erneuerung der Fenster. Anschließend erfolgt im kommenden Jahr der Innenausbau.

Bei den Bauarbeiten bleibt nur die Grundsubstanz des Gebäudes erhalten. Das Gebäudeinnere wird vollständig neu ausgebaut, wobei die Belange der neuen Nutzung als Begegnungsstätte verschiedener Bildungs- und Kulturbereiche, auch in Hinblick auf die nutzungsspezifischen Anforderungen des Wärmeschutzes, Schallschutzes und Brandschutzes Berücksichtigung finden.

92 Fotos Baustellen LernWerk und versunkene Brücke sowie des Kubaai Freigeländes mit Podiumsbrücke und Kubaai-Spielplatz von Februar 2021

Fotos Juli 2020

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Night of Light – Aktion der Veranstaltungsbranche

(Stadtmarketing Bocholt) Bundesweit hat die Veranstaltungswirtschaft in der Nacht von Montag auf Dienstag auf ihre extrem schwierige Lage aufmerksam gemacht.

In ganz Deutschland wurden Montagabend zwischen 22.00 Uhr und Dienstag 1.00 Uhr öffentliche Gebäude angestrahlt.

Und vor allem erstrahlten viele Firmengebäude von Eventdienstleistern, Messebauern, Caterern, Bühnenbauern, Licht-/Tonausstattern, Eventausstattern, Theatern, Veranstaltungsagenturen, Schaustellern, Kongresscentern, etc. in leuchtendem rot.

Auch in Bocholt beteiligten sich zahlreiche Firmen aus der Veranstaltungsbranche und illuminierten ihre Unternehmen in flammendem rot.

Auch das Historische Rathaus, das Städtische Bühnenhaus, der Kulturort „Alte Molkerei“ und das LernWerk Herding waren rot angestrahlt.

Die Firmeninhaber waren zugegen, zum Teil auch viele Mitarbeiter.

Dir Branche erhofft sich neben Aufmerksamkeit auch die Unterstützung aus der Politik und eben auch die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit. Zumal viele Arbeitsplätze -auch in Bocholt- daran hängen.

Webseite Night of light 2020

Night of Light - Historisches Rathaus Bocholt

Night of Light – Historisches Rathaus Bocholt

Night of Light - WRCK Bocholt

Night of Light – WRCK Bocholt

Night of Light - Rathaus Bocholt

Night of Light – Rathaus Bocholt

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Vertrag zu „Ibena Green Campus“ unter Dach und Fach

Stadt und Investor LIST Develop Residential unterzeichnen Vertragswerk

Bocholt (PID) – Fristgerecht zum 31. März 2020 haben Bocholts Stadtbaurat Daniel Zöhler und die Geschäftsführer von LIST Develop Residential, Alexander Micheel und Raoul P. Schmid, den städtebaulichen Vertrag zum sogenannten Ibena Green Campus im Kubaai-Areal abgeschlossen. Damit ist jetzt verbindlich geregelt, wie die unterschiedlichen Gebäude sowie die privaten und öffentlichen Wege und Freianlagen tatsächlich aussehen sollen.

Vertragsabschluss mit der LIST Develop Residential

Alexander Micheel von der Firma List Develop Residential, Stadtbaurat Daniel Zöhler und Micheels Kollege Raoul Schmid (Mitte, von links) freuen sich, dass der städtebauliche Vertrag nun unterzeichnet ist. Mit dabei sind Stefan Uebbing von der Stadtplanung und Peter Tautz von der SQB (von links) sowie Projektkoordinator Udo Geidies und der Notar Jörg Grundmann (von rechts).

In einem umfangreichen Vertragswerk, dem sogenannten städtebaulichen Vertrag, sind u.a. die Geschosshöhen und die unterschiedlichen Materialien für die verschiedenen Gebäudefassaden geregelt. Diese Art von öffentlich-rechtlichen Verträgen wird üblicherweise zwischen Kommunen und privaten Investoren geschlossen, um eine große Verlässlichkeit in die weitere Realisierung zu bringen und Rechte und Pflichten zwischen den Parteien zu vereinbaren. Davon profitieren dann beide Seiten. Die Stadt kann sicher sein, dass die angebotenen Qualitäten auch dem Kubaai-Gestaltungsgedanken entsprechen und der private Investor hat eine verlässliche wirtschaftliche Kalkulationsgrundlage.

Thema war in den letzten Zügen der Verhandlungen natürlich auch die aktuelle Situation rund um das Coronavirus und die nicht vorhersehbaren Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft. „Die Umsetzung des Projekts IBENA Green Campus ist uns weiterhin ein besonderes Anliegen. Die vielfältigen Ideen, Planungen und Innovationen, die wir gemeinsam mit der Stadt Bocholt entwickelt haben, sollen realisiert und mit Leben gefüllt werden“, erklären Raoul P. Schmid und Alexander Micheel von der LIST Develop Residential.

Visualisierungen: bloomimages Berlin GmbH; Entwurf: greeen architects

Visualisierungen: bloomimages Berlin GmbH; Entwurf: greeen architects

Der Abstimmungsprozess war angesichts der Komplexität nicht immer ganz einfach. Umso erfreulicher ist es nun, dass diese intensiven Abstimmungen und Diskussionen zwischen LIST Develop Residential, der Stadt und der Stadtquartiere Bocholt GmbH (SQB, Projektsteuerer für das Kubaai-Projekt) innerhalb der von der Politik vorgegebenen Frist abgeschlossen werden konnten, so die Beteiligten. Jetzt müssen nur noch die Gremien zustimmen.

Bocholts Stadtbaurat Daniel Zöhler ist stolz auf die aktuelle Entwicklung: „Bei der aktuell nicht nur in Bocholt schwierigen Situation ist das ein starkes Zeichen: Die Projekte laufen weiter und die Beteiligten sind willens, das Projekt nach vorne zu bringen.“ Im nächsten Schritt wird LIST Develop Residential zusammen mit dem Architektenteam von greeen! architects zeitnah, voraussichtlich im April, einen Bauantrag für den ersten Bauabschnitt einreichen.

Baustart für die ersten Baufelder Mitte 2020

In der jüngsten Sitzung der politischen Lenkungsgruppe „kubaai“  am 04.12.2019 hat Bocholts Stadtbaurat Daniel Zöhler über den Projektfortschritt berichtet. Schwerpunktthema war die laufende Abstimmung zwischen der Verwaltung, der Stadtquartiere Bocholt GmbH (SQB) und der List-Gruppe (Investor) zur Bebauung des „green campus“.

In kubaai-Projekt sollen Baufelder zwischen dem Textilwerk und dem Hauptsitz der Firma Ibena zu einem sogenannten urbanen Quartier entwickelt werden.

Dazu hat das Düsseldorfer Architekturbüro „greeen architects“ im Auftrag der List-Gruppe die Entwürfe aus dem Wettbewerb zum Verkauf der städtischen Grundstücke weiter durchgeplant. Erste Ansichten zum Planungsfortschritt zeigen, wie dieses neue Stadtquartier einmal aussehen soll. Die Lenkungsgruppe hat die Verwaltung und die SQB jetzt beauftragt, auf dieser Grundlage die weiteren Abstimmungen mit der List-Gruppe und deren Planungsbüros vorzunehmen.

Entwicklungszeit 2 Jahre

In der Sitzung wurde von den politischen Vertreterinnen und Vertretern noch einmal verdeutlicht, dass die im kubaai geforderte Gestaltungsqualität weiter gesichert und der Nutzungsmix mit sozialem Wohnungsbau und Kindertagesstätte umgesetzt werden soll. Der aktuelle Terminplan sieht einen Abschluss des Gestaltungsvertrags zwischen Stadt, SQB und List-Gruppe im nächsten halben Jahr vor. Baubeginn für die ersten Baufelder soll dann Mitte des Jahres 2020 sein. Bis zur Baugenehmigung und zum Baubeginn seien, sagte Stadtbaurat Zöhler, noch einige anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen. Die angestrebte Entwicklungszeit von ungefähr zwei Jahren seit dem ersten Aufruf zum Verkauf der städtischen Grundstücke sei unter diesen Gesichtspunkten schon „beeindruckend kurz“.

Baustellen im kubaai-Areal

Ein weiteres Thema in der Lenkungsgruppe waren die geplanten Baustellen im kubaai. Im nächsten Jahr soll Baubeginn für das städtische Bildungshaus LernWerk Herding, die Fuß- und Radwegeanbindung an die Innenstadt mit der „versunkenen Brücke“ und der Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke sein. Peter Tautz, Geschäftsführer der SQB, zeigte dazu einen ersten gemeinsamen Baustelleneinrichtungsplan. Das erste Teilstück der ehemaligen Eisenbahntrasse von der Industriestraße bis zur Brücke muss als Erschließung für die Baustellen genutzt werden können. Der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt (ESB) wird einen Rückschnitt des Grünaufwuchses in den kommenden Tagen vornehmen.

Spielbereich geplant

Tautz berichtete ebenfalls darüber, dass mit dem Ausbau der Museumsplätze des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) eine weitere Baustelle im kubaai im nächsten Jahr geplant sei. In diesem Zuge soll auch der geplante Spielbereich zwischen Overbergschule und Webereimuseum als Gemeinschaftsprojekt der kubaai- Entwicklungsplanung, des Jugendamtes und des LWL umgesetzt werden. Die Planungen dazu laufen jetzt an.

Außerdem verständigten sich Politik und Verwaltung zur Beschleunigung der Bauaufträge für das LernWerk Herding darauf, dass die Zustimmung der Politik durch flexible Sitzungstermine des städtischen Haupt- und Finanzausschusses jeweils kurzfristig eingeholt werden kann.

Annimationen: Visualisierungen: bloomimages Berlin GmbH; Entwurf: von greeen architects

Europabüro Bocholt: Niederländische Planer besuchen „Kubaai“

(PID) Empfang für Gäste der Gemeinde Doetinchem im LWL-TextilWerk Bocholt

Bocholt (EUBOH) – Die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen empfing am 10. Oktober 2019 Beschäftigte der niederländischen Gemeinde Doetinchem. Die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Planen, Bauen, Umwelt und Verkehr interessierten sich für das urbane Kulturquartier beidseits der Bocholter Aa zwischen Innenstadt und Aasee, Industriestraße und Don-Bosco-Straße („Kubaai“). Der Kubaai-Koordinator Udo Geidies führte die niederländischen Gäste über das Gelände.

Diese zeigten sich begeistert von dem entstehenden Quartier. „Die Führung war sehr interessant und passte inhaltlich gut zu den Themen, mit denen meine Kollegen sich in ihrer Arbeit beschäftigen“, freute sich Henrike Post, zuständig für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Gemeinde Doetinchem.

Empfang im LWL-TextilWerk

Bei der Ankunft in Bocholt begrüßte die stellvertretende Bürgermeister Kroesen die niederländischen Gäste in der Gaststätte „Schiffchen“ im TextilWerk Bocholt. „Sie können hier gut sehen, dass direkt am Restaurant die Textilgeschichte unserer Stadt im Museum wieder lebendig wird“, erklärte sie. Bocholt war Textilstandort, berichtet sie weiter, ist heute jedoch wirtschaftlich breit aufgestellt. Die Stadt verfügt z. B. über das größte zusammenhängende Industriegebiet in Nordrhein-Westfalen. Kroesen berichtete auch über die Verdienste der Stadt als Europastadt. So wurde Bocholt im Jahr 1993 die höchste Auszeichnung des Europa-Rates – der Europapreis – verliehen.

Kubaai im Wandel

Die gegenseitigen Besuche von Niederländern in Deutschland und umgekehrt gehören heute zum alltäglichen Leben, so Kroesen. Die Grenzen sind nicht mehr sichtbar, sagte sie weiter, deshalb freut sich die Einkaufsstadt Bocholt z. B. immer wieder über viele niederländische Kunden. Es lohnt sich nicht nur deshalb, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin, auf jeden Fall wieder zu kommen. „Gerade in den nächsten Jahren werden Sie auch hier auf dem Kubaai-Gelände große Wandlungen erleben.“

Grenzhoppers unterstützen Fachaustausch

Die Gemeinde Doetinchem besuchte zum ersten Mal mit Fachkräften das neue Kulturquartier Kubaai. Vor Ort informierten sich die Fachleute über dieses besondere innerstädtische Bauprojekt. Nach der Führung auf dem Gelände endete der Bocholt-Aufenthalt mit einem gemeinsamen Abendessen. Dieser Besuch wurde u.a. durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Netzwerk „Grenzhoppers“ mit ermöglicht.

Freizeitplan zeigt, was am Bocholter Aasee los ist

Bocholt (PID) – Der Bocholter Aasee ist ein großes Freizeit- und Naherholungsgebiet. Was Besucherinnen und Besucher dort alles erleben und machen können, zeigt ein Freizeitplan (Download 1 MByte), den die Stadtverwaltung jetzt neu aufgelegt hat.

Zu sehen sind alle wichtigen Kultur-, Freizeit-, Sport- und Naturaktivitäten am und rund um den Aasee. Der praktische Faltplan ist kostenlos erhältlich bei der Tourist-Info Bocholt, beim Strandcafé Ottilie, beim Restaurant „Schiffchen“ im Textilmuseum sowie beim städtischen Fachbereich Grundstücks- und Bodenwirtschaft der Stadt Bocholt, der auch Herausgeber ist.

Unterstützt wurde der Plan vom Strandcafé Ottilie und vom Restaurant „Schiffchen“.